LIFE LINES 2017-2019

Life Lines ∞. Scherenschnitt, Nero auf Papier. 4-teilig. je ca 100x70cm, insgesamt ca 100x280cm. 2017.
„Everything is connected“. Tusche auf Papier. Diptychon. Je 70x100cm. 2021.
Ansicht mit Birgit Pleschberger.
Life lines: Die in den „changing pictures“ noch mechanische und nur potentielle Bewegung wird in den life lines subtiler und doch spürbarer. Hier bilden die feinen und sehr filigranen Linien des Scherenschnitts, der aus einem einzigen Stück Papier ausgeschnitten wurde, einen Strom von sich verwebenden und sich gegenseitig beeinflussenden Fäden. 

Life Lines ∞: Die Linien, die in dieser Werkserie nicht in eine Zeichnung integriert sind, sondern hier ganz für sich stehen und in Form eines filigranen Scherenschnitts auftreten, sind Ströme. Ströme, die schwungvoll, gerade, schnell, langsam, verspielt, direkt, strukturiert oder wirr fließen und sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Fast wie das Leben selbst, betrachtet aus einer distanzierten Perspektive, die Raum für Verstehen oder Verwirrung geben kann. 
Diesem ganzen Spiel liegt die Basis des Vertrauens und des Flusses zugrunde. Jeder Weg, jede Richtung, jede Entscheidung beeinflußt auch das andere bzw. den anderen. Alles steht für sich und kann doch nur im Ganzen sein. Dieses Netz gibt Sicherheit und Halt, da es einen schützenden Mantel webt, aber auch Unsicherheit, da man nie weiß, ob sich nicht ein Faden verlieren könnte. Sieht man jedoch genauer hin, erkennt man, dass das ganze Geflecht aus nur einem zusammengehörenden Linienpaar besteht, und das Symbol der Unendlichkeit erkennen läßt. (Life Lines ∞)
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