PEACEMAKERS UND ARMY OF LOVERS 2011

Peacemakers

Die Peacemakers befanden sich im Zuge der Skulpturenausstellung „Dialogue With Emperor Qin“ von 2011 bis 2018 auf der Reise durch die Welt. Kuratorin war Pick Keobandith, Direktorin von Qu Art Brussels.
Das Werk zeigt fünf junge Menschen - darunter Freunde der Künstlerin sowie sie selbst - die mit relativ dezenten Strichen eher silhouettenhaft dargestellt sind. Die fünf Figuren sind verschiebbar und können nebeneinander sowie auch hintereinander angereiht werden. Der geisterhafte Charakter unterstreicht die Verbindung zur Armee aus der frühchinesischen Grabanlage des Kaisers Qin Shihuangdi. Die Figuren stehen klar, aufrecht und bestimmt. Neben der Entschlossenheit, die ihre Gesichter und ihre Haltung widerspiegeln, ist aber auch eine leise Ironie und Verspieltheit und auch Verletzlichkeit spürbar. Die Arbeit versucht die Ambivalenz der Terrakotta-armee aufzugreifen und weiterzuführen, versucht eine Verbindung zu schaffen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, zwischen Strenge und Leichtigkeit, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Leben und Tod. Die Vergänglichkeit des Materials – Papier kaschiert auf Holz – scheint zuerst vielleicht befremdlich, sie stellt jedoch der Jahrtausende überdauernden Terrakotta-armee den Aspekt der Endlichkeit des Lebens gegenüber, gerade den Aspekt, der der Armee selbst innewohnt. Die Fotos der Ausstellung in Brüssel 2018 zeigt die Spuren, die die Jahre und die vielen Transporte auf den Figuren hinterlassen haben. Die Installation wurde unter anderem in Paris, London Peking, Brüssel, Antwerpen und Prag gezeigt.

Army of Lovers 2011

Die Installation army of lovers sowie das Video peacemakers berühren das Thema Individuum und Masse. Die Personen, die dargestellt sind, bewegen sich in einem Spannungsverhältnis von gruppenspezifischer Selbstaufgabe und individuellem Revoluzzertum.
Die Installation besteht aus 18 reduzierten Zeichnungen, die alternierend von hinten beleuchtet werden ein und so ein Mehr an Bild und Information preisgeben. Das Licht fungiert hier als aufdeckendes Element. Es enthüllt Dinge, die erst verborgen sind, zeigt die dargestellten Personen in einem anderen, vielleicht im wahren Licht, durchleuchtet sie, deckt sie auf. Im Video peacemakers wird ein Prozeß sichtbar gemacht, der die innere sowie äußere Auseinandersetzung, den Kampf eines jeden in sich und seiner übergeordneten Rolle anspricht.
Das Video peacemakers zeigt wiederum Personen dieser Armee. Die Modelle bewegen und verschieben sich, reihen sich auf, staffeln sich, ordnen sich, trennen sich, sammeln sich wieder neu. Ein lustvolles Spiel voller Ironie und ein innerer Kampf zugleich. Harmonie und Disharmonie paaren sich und der trashige Rhythmus unterstreicht und zerreißt.
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